Mobile Spaces

250 x 120 cm
stainless steel, Airtex, scater wheels 2008

Venues:

Galerie Kai Hilgemann Berlin
Concent Art Berlin

 

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..Totality brought to identity…  Mobile Spaces



Mobile Spaces sind Objekte mit einer schalenförmigen Öffnung, in die ein einzelner Mensch mit dem Kopf eintreten kann. Sie sind auf einem auf Rollen beweglichen Ständerwerk aus Edelstahl befestigt. Die Trichter bestehen aus einer flexiblen Membrane  (Airtex) und sind in den Manschetten über Gasdruckfedern leicht schwenkbar.

Die Mobile Spaces deuten auf die Möglichkeit selbstsensorischer Systeme alle persönlich relevanten Informationen direkt aus sich selbst sowie in der Interaktion zu anderen Systemen zu erhalten. Die Mobile Spaces schaffen einen Modellcharakter, bei dem die vorgeblich maßgebliche Leitorientierung durch den Kopf visuell in der Horizontalen verdeckt und damit inaktiv ist. Sie deuten auf den universalen Charakter des Menschen, der seine Realität selbst erzeugt.  Dazu stehen kontinuierlich Bezugspunkte (über die Öffnung nach oben und unten) zu Methaebenen wie dem verbundenen Himmel κόσμος und Erde Γαῖα bereit. Visuelle Ablenkung wird reduziert zur Innenschau der konstituierenden Wahrnehmungen, oder auch selbstsensorischer Systeme.

Zudem sollen die Mobil Spaces einen spielerischen Umgang einzelner Menschen untereinander beschreiben und andeuten, dass die modernen Gesellschaften zunehmend weniger als Ganzes denn als sich ausweitendes Geflecht einzelner Unendlich komplexer Systeme zu verstehen sind. Der Mensch im Mobile Spaces ist konzentriert auf sich selbst  kaum gewahr der sich aktuell formatierenden Umgebung:..rollend, tastend..ahnend. So bieten die Objekte die Möglichkeit einer ungewöhnlichen Navigation im public space wobei die Orientierungspunkte über die Wahrnehmung oben (im Freiraum der Himmel) und unten der Boden (Erde) gegeben ist.